Produkte

Die neue Atlantis-Generation gegen Ackerfuchsschwanz

19 Feb 2019

Welches Herbizid hilft gegen Ackerfuchsschwanz?

Moderne Herbizide sind kleine chemische Kunstwerke: Sie kontrollieren Unkraut- und Ungräserbesatz, ohne dabei den Nutzpflanzen zu schaden. Diese Selektivität ist vor allem dann äusserst hilfreich, wenn Schad- und Nutzpflanzen botanisch relativ eng verwandt sind, etwa bei Ungräsern in Getreide.

Je nach Konstellation bietet sich eher der Einsatz von Breitbandherbiziden an, die gegen sehr viele Pflanzen gleichzeitig wirken. Es gibt aber auch selektive Herbizide, die gegen einzelne Pflanzen wirken. So können Landwirte bei Bedarf sehr gezielt vorgehen, denn jede Schadpflanze sucht sich ihre bevorzugte Pflanzenart: So gedeiht Ackerfuchsschwanz besonders gern in Getreidefeldern, insbesondere bei Wintergetreide in enger Rotation. Was kann man gegen Fuchsschwanz-Besatz tun? Wie verhindert man am Besten, das er sich ausbreitet und möglicherweise Resistenzen bildet?

Was ist das Besondere an Atlantis Flex?

Mit Atlantis® Flex schreiben wir die Erfolgsgeschichte der Produktserie fort: Der Nachfolger von Atlantis OD basiert auf einer neuen Wirkstoffkombination, aus Propoxycarbazone und Mesosulfuron. Deshalb schützt unser neues Herbizid nicht nur sehr verlässlich, sondern wirkt auch gegen viele Ungräser gleichzeitig: Ackerfuchsschwanz und Trespenarten, Windhalm und Flughafer, Raygräser und Rispenarten, Ausfallraps und Vogelmiere.

Wie wirkt das Herbizid genau?

Unser Produkt beinhaltet Mesosulfuron und Propoxycarbazone, beides stört die Eiweisssynthese von Schadpflanzen. Ersteres wirkt über Blatt, Wurzel und Spross, letzteres über Blatt und Wurzel. Die Folge: Ungräser werden bereits im Wachstum gestoppt und sterben ab. Atlantis Flex eignet sich aufgrund seiner Zusammensetzung sowohl für frühe wie für späte Anwendungen. Ausserdem können Landwirte das Produkt flexibel mit anderen Mitteln kombinieren, wie zum Bsp. mit Husar Plus und Herold Flex

Präzision wirkt

Wer Herbizide gezielt einsetzt, kann Resistenzen entgegenwirken – gepaart mit einem guten Resistenzmanagement, sprich der richtigen Kombination aus Fruchtabfolge, Bodenbearbeitung und Saattermin.

Warum gibt es trotz neuer wirkungsstarker Produkte Probleme mit Resistenzen?

Weltweit gibt es rund 250 Unkrautarten mit Resistenzen gegen einen oder sogar mehrere bewährte Herbizidwirkstoffe. Dass ein Herbizid wirkt, ist aber leider nicht für alle Zeiten in Stein gemeisselt. Und was einmal resistent ist, bleibt resistent, gibt also die Widerstandsfähigkeit im Erbgut weiter. Solche Schadpflanzen dann wieder loszuwerden, ist mit grossem finanziellen Aufwand verbunden. Deshalb forschen wir mit Hochdruck an Gegenmassnahmen – wie Atlantis Flex. Denn Resistenzen bilden sich immer gegen bestimmte Wirkstoffe. Kombinieren wir diese Wirkstoffe, arbeiten sie effizienter.

Wie hilft Atlantis Flex?

Es erhöht die Erfolgschancen erfolgreich gegen Unkräuter und Ungräser vorzugehen und bietet so die Chance auf mehr Ertrag: Eine bessere Kontrolle der Schadpflanzen reduziert das Risiko neuer Resistenzen. Je weniger davon auf den Feldern wachsen, desto seltener entwickeln sich neue resistente Arten. Das zeigt auch unser Versuchsergebnis: Mit Atlantis Flex erhöhen Landwirte die Wirkung auf Ackerfuchsschwanz um vier Prozent im Vergleich zum Vorgänger Atlantis OD. Dadurch gelangen ausserdem deutlich weniger neue Ackerfuchsschwanzsamen in den Boden – was wiederum dazu führt, dass sich ein geringeres Samenpotential aufbaut.

Um Herbizide wie Atlantis Flex gerade für die Kontrolle des Ackerfuchsschwanzes bestmöglich einzusetzen, gibt es ein paar Punkte zu beachten:

Zeitpunkt: Herbizid möglichst früh im Auflaufen einsetzen!

Witterungsbedingungen:

Ab 5°C durchschnittlicher Tagestemperatur Einsatz mit Vegetationsbeginn der Schadpflanzen

 - Nicht nach Nachtfrost unter -3°C nutzen

 - Nicht anwenden bei gestressten Beständen (Frost, Staunässe)

 - Relative Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent aber nicht unter 50 Prozent

 - Keine Anwendung unmittelbar vor Regen

Dosierung

 - Ausbringung fein- bis mitteltropfig

 - Für optimalen Schutz den Formulierungshilfsstoff Mero zumischen