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Markus Ritter: «Initiativen sind nicht mehrheitsfähig»

(lid.ch) – SBV-Präsident Markus Ritter kritisiert die Agrarreform stark. Der Bundesrat wolle den Landwirten ein trojanisches Pferd schenken, sagt er in einem Interview.

Der Präsident des Schweizer Bauernverbandes (SBV), Markus Ritter, kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die Agrarpolitik des Bundes stark. «Der Bundesrat will uns Bauern ein trojanisches Pferd schenken mit dieser Politik», ist er überzeugt. Er ist überzeugt, dass bei den Initiativen viel Ideologie dabei ist.

Gegenwärtig höre man viele bionahe Stimmen, aber an der Ladentheke verharre Bio bei 12 Prozent vom Gesamtumsatz, sagt Ritter. Die Schweizer Landwirtschaft sei für die Umwelt und die Natur durchaus tragfähig, sagt der Biobauer. Dass die Böden verarmen würden, wenn so weiter produziert wird, wie es das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sagt, glaubt er nicht.

Der SBV wolle die Agrarreform nicht bodigen, sagt Ritter. «Wir wollen sie in eine gute Richtung lenken. Der Bundesrat hat eine schlechte Büez gemacht», ist er überzeugt.
Die Initiativen seien viel zu radikal und daher nicht mehrheitsfähig.