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Obstverband gegen Pestizid-Initiative

29 Mai 2018
(lid.ch) - Der Schweizer Obstverband lehnt die eingereichte Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" ab. Die geforderten Massnahmen würden eine einheimische Obstproduktion sehr stark einschränken und die Preise von Obst stark ansteigen lassen.

Die Annahme der Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" würde den Obstbau in der Schweiz massiv beeinträchtigen, warnt der Schweizer Obstverband (SOV). Denn ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln könnten Obstbauern ihre Kulturen nur ungenügend vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Die Umsetzung der Initiative – die explizit auch die Importe umfasst – würde die landwirtschaftliche Produktion massiv verteuern, da wesentlich weniger Ertrag auf den vorhandenen Flächen erwirtschaftet würde. Zudem würde die Wahlfreiheit der Konsumenten erheblich eingeschränkt.

Der Schweizer Obstverband setzt auf den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes, welcher die Landwirtschaft zu weiteren Massnahmen verpflichtet, um die Sicherheit für Mensch und Umwelt weiter zu erhöhen.

Die Volksinitiative will den Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege verbieten. Das Verbot soll auch für die Einfuhr von Lebensmitteln zu gewerblichen Zwecken gelten, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind.