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643 Bauernbetriebe weniger

09 Mai 2018
(lid.ch) – Weniger Bauernbetriebe, Boom beim Geflügel, mehr Bio: So hat sich die Schweizer Landwirtschaft im letzten Jahr entwickelt.

Die Anzahl Bauernbetriebe hat - wie in den Jahren zuvor – auch 2017 abgenommen, um 643 (-1 %) auf 51'620. Das Minus fiel weniger stark aus als 2016, wie eine Auswertung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Die verbleibenden Betriebe werden immer grösser: Die Anzahl Betriebe mit 30 und mehr Hektaren nahm zu, während die Anzahl Betriebe mit weniger als 30 Hektaren abnahm.

Ein Grossteil der Betriebe hält Vieh (43'600 Stück). Deren Bestände haben sich 2017 unterschiedlich entwickelt. Die Anzahl Milchkühe (-3%) und Schweine (-1%) ist gesunken, während Mastpoulets (+4%) und Legehennen (+4%) kräftig zugelegt haben. Ebenfalls eine wachsende Tendenz verzeichnen Mutterkühe (+2%).

Der Bio-Landbau hat auch 2017 geboomt. Mit 6’638 Bio-Betrieben wurde ein Plus von 5 Prozent verzeichnet. Gemäss der Erhebung befinden sich 63 Prozent davon in der Bergzone. Besonders stark wächst die Bio-Gemüsefläche, zwischen 2012 und 2017 hat sie um 24 Prozent zugenommen.

Im Jahr 2017 beschäftigten die Landwirtschaftsbetriebe 153’900 Personen. Der Bestand blieb damit im Vergleich zum Vorjahr stabil, berichtet das BFS. Zwei Drittel der Betriebsleitenden arbeiteten Vollzeit. Die restlichen Mitarbeitenden waren grösstenteils Teilzeitbeschäftigte (66%). 2017 arbeiteten 56’100 Frauen in der Schweizer Landwirtschaft, darunter knapp 3’100 Betriebsleiterinnen (+5%).