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BLW: Landwirtschaft erbringt zunehmend gesellschaftlich erwünschte Leistungen

03 Mai 2017
(lid.ch) – Die Landwirtschaft erbringe viele gesellschaftlich erwünschte Leistungen und erfülle bereits einzelne Ziele der Agrarpolitik 2014/17. Diesen Schluss zieht das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nach Auswertung von letztjährigen Agrardaten.

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat die Daten von direktzahlungsberechtigten Betrieben aus dem letzten Jahr ausgewertet. Hier einige wichtige Ergebnisse:

  • Die offene Ackerfläche umfasste 2016 rund 269'000 ha und ist damit 1‘500 ha grösser als 2010. Landwirte bauten im letzten Jahr zudem mit 60‘300 ha mehr Futtergetreide an als vorher. Der Rapsanbaufläche ging im letzten Jahr rund 10 Prozent zurück, weil die Erträge 2014 und 2015 sehr hoch und in der Folge die Lager voll waren.
  • Aufgrund der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt sanken der Milchkuhbestand und die Produktion.
  • Trendumkehr auf den Alpen: Die rückläufige Bestossung der Alpen konnte infolge höherer Beiträge im Rahmen der AP 2014/17 gestoppt werden. Bewirtschafter im Sömmerungsgebiet wurden mit 171 Mio. Franken unterstützt – 70 Mio. Franken mehr als 2013.
  • Laut BLW engagieren sich fast alle Betriebe fürs Tierwohl. 76 Prozent aller Tiere (in Grossvieheinheiten) profitieren vom RAUS-Programm. Die Zielsetzung von 80 Prozent sei fast erreicht, wobei es Verbesserungspotenzial bei einzelnen Kategorien gebe. Unter dem Ziel liegen laut BLW die Schweine und das Nutzgeflügel, wo nur rund 51 Prozent respektive 37 Prozent der Tiere im RAUS angemeldet waren. Hingegen werden mehr als 80 Prozent der Kühe nach den Vorgaben von RAUS gehalten.
  • Die Ausgaben für die Biodiversitätsförderung stiegen 2016 auf rund 400 Mio. Franken (+13 Mio. Fr.). 37 Prozent aller Biodiversitätsflächen weisen eine hohe Qualität auf, das Ziel für 2017 von 40 Prozent ist damit gemäss BLW beinahe erreicht. Bei den vernetzten Flächen ist das Ziel von 50 Prozent deutlich übertroffen (74 Prozent).
  • Aufgrund der abnehmenden Zahl von Betrieben steigen die durchschnittlichen Direktzahlungen je Betrieb in allen Zonen. Dies hat auch zur Folge, dass die Zahl der Betriebe mit sehr hohen Direktzahlungen wie bislang zunimmt. Es sind fast ausschliesslich Mutterkuh- und Milchkuhbetriebe, die neu in die Kategorie mit mehr als 150‘000 Franken Direktzahlungen aufstiegen, ein Drittel sind Biobetriebe.

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